Fakten zu Ressourcen und Verschmutzung


Die Menschheit lebt im Überfluss. Für den Großteil der Bevölkerung ist es jedenfalls so, dass alles Notwendige unmittelbar greifbar ist und zur Genüge vorhanden, besonders im Bereich der Lebensmittel. Wir haben so viel, dass wir es sogar gedankenlos wegwerfen, während andere es dringend bräuchten. Sei es die Industrie, die dadurch versucht den Preis stabil zu halten oder der Verbraucher, der einfach mehr hat als er eigentlich benötigt.

Natürlich passiert es jeden Konsumenten, dass Lebensmittel verderben, wenn sie nicht rechtzeitig verbraucht werden. Abhilfe kann man z.B. dadurch schaffen, indem man öfters kleine Mengen einkauft. So geht man nicht Gefahr, dass irgendwas im Schrank verschimmelt. Ich selber gehe fast jeden Tag Einkaufen und hole das von dem ich weiß, dass ich es in den nächsten Tagen auch verbrauchen kann. Das wird irgendwann zur Routine.

Wie viele von euch bereits wissen (oder spätestens nach dem Lesen des Artikels) ist eine Unmenge an Ressourcen nötig um tierische Produkte wie bspw. Fleisch und Milch auf den Markt zu bringen. Das hat auch große Auswirkungen auf unsere Umwelt. Hier nun ein kleiner Auszug der Fakten:

Fleisch       
                                                                                  
Fleisch ist für rund 85% der Deutschen ein täglicher Genuss. Nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Fleischwarenindustrie e.V. konsumiert ein Deutscher durchschnittlich ca. 60 Kg Fleisch pro Jahr. Eine ganze Menge. 

Für die Herstellung von 1 Kilo Rindfleisch werden laut der Wasserstiftung.de bis zu 20.000 Liter Wasser benötigt. Durchschnittlich werden bis zu 15 Kilo Getreide verbraucht und eine Fläche von bis zu 49 Quadratmetern. (Das Getreide muss ja schließlich irgendwo wachsen) Also: 


1 Kilo Rindfleisch ≙ 20.000 Liter Wasser + 15 Kilo Getreide + 49m²

Für mich eine utopische Rechnung mit verheerenden ökologischen Folgen, aber leider Realität. 
Im Vergleich dazu verbraucht 1 Kilo Kartoffeln gerade mal 106 Liter.


Milch


Die Produktion von Milch schadet auch der Umwelt
Die Milch macht´s. So wird es einem immer eingetrichtert. Milch ist gut. Milch ist toll. Milch macht dich groß und stark. Und zwar nur DICH! Nicht die Kuh! Denn die wird stattdessen mit Ersatzmilch großgezogen. 

Bei Gesprächen mit Omnivoren muss ich öfter feststellen, dass viele glauben, dass Kühe gemolken werden müssen weil sie sonst Schmerzen haben oder gar platzen. Nun bin ich da immer nachsichtig. Es ist ja leider so, dass dieser Quatsch auch tatsächlich überall verbreitet wird und mal ehrlich, irgendwo hat man es ja selber mal geglaubt.  Der Logik halber muss man aber sagen: Kühe sind Säugetiere. D.h. sie sind, wie die meisten Säugetiere, lebendgebärend und versorgen ihren Nachwuchs unmittelbar nach der Geburt mit Milch. Genau wie bei den Menschenweibchen produzieren sie also nur dann Muttermilch, wenn sie Nachwuchs erwarten. 
 

CO2-Emission

Gerade Widerkäuer tragen erheblich zum Sogenannten Treibhauseffekt bei. Insbesondere Rinder haben einen erhöhten CO2 Ausstoß. Ungefähr alle 40 Sekunden rülpst und furzt eine Kuh. Bis zu 500 Liter Methangas stößt eine Kuh somit jeden Tag aus. Das trägt ganz entscheidend zur Klimaerwärmung bei. Man schätzt, dass mehr als die Hälfte aller Treibhausgase auf die Massentierhaltung zurückzuführen ist.


CO2 Emission tierischer/pflanzlicher LM (Quelle: Vebu.de)



Wasser und Böden

Keinesfalls zu unterschätzen, ist die Auswirkung auf das Grundwasser und die Böden. In der Massentierhaltung wird eine Menge Gülle produziert. Ein durchschnittlich schweres Schwein z.B. verursacht so bis zu 20 Tonnen im Jahr. Allein in der EU wurden laut dem Bauernverband im Jahre 2013 mehr als 248 Millionen Schweine produziert. (Die Zahl muss man sich erstmal schmecken lassen.....). Was das an Gülle bedeutet, brauche ich wohl nicht zu sagen. Dazu kommen noch die anderen Tiere der Massenindustrie.


Artensterben durch vermutztes Wasser
Die produzierte Gülle wird aber nur zu einem geringen Teil als Düngemittel benötigt. So passiert es ganz schnell, das die Böden durch die Masse extrem überdüngt werden. Als Folge hat man eine zu hohe Anreicherung an Nitrat im Grundwasser (welches im Körper zu Nitrit und Krebs erregenden Nitrosaminen umgewandelt wird). Zudem kommen erhöhte Werte bei Kupfer, Zink, Ammoniak und Antibiotika, welche ebenfalls zu Krankheiten führen. Man schätzt, dass allein durch die Übersäuerung der Böden jährlich 10.000 Pflanzenarten von diesem Planeten verschwinden.


Rodung der Wälder

Gerodete Wälder aufgrund des Futtermittelanbaus
Rodung der Regenwälder durch den Futtermittel Anbau
Futtermittel benötigen Platz und zwar reichlich. Die Rodung der Regenwälder in Südamerika nimmt daher stetig zu. Die Welt hat einer Studie zufolge im Jahr 2014 rund 18 Millionen Hektar Waldfläche verloren. Man schätzt, dass pro Minute eine Fläche von 35 Fußballfelder der Massentierhaltung zum Verhängnis wird. Die Folgen sind das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten. 

Wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, weiß ich nicht wie lange wir noch so tun können, als ginge es uns nichts an, als könnten wir nichts dafür und erst recht nichts dagegen unternehmen. 



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