Ist der Mensch ein Fleischfresser?


Eine durchaus interessante Frage, die viele Fleischfresser vermutlich auch mit "ja" beantworten würden. Es ist auch nicht so, dass wir kein Fleisch essen können. Wir sind durchaus in der Lage dazu. Aber die Tatsache, dass man es essen kann, macht einen noch lange nicht zu einem Fleischfresser. Wir könnten genauso gut auch Aas essen und währen dennoch keine Aasfresser. Und der Konsum von tierischem, bleibt nachweisbar auf Dauer nicht ohne Folgen für uns.

Was unterscheidet einen Fleischfresser von einem Pflanzenfresser?

Wie die Natur die Anatomie eines Körpers geschaffen hat, sagt viel darüber aus, zu welcher Art man zählt. Schauen wir uns mal die Unterschiede von Fleisch- und Pflanzenfressern an. 



Gebiss und Klauen

Der menschliche Körper ist der, eines Pflanzenfressers
Das Gebiss unterschiedlicher Ernährungstypen
Wenn man fleischfressende Lebewesen sieht, fallen einen sofort die langen, spitzen Zähne auf, sowie die Klauen welche auch nötig sind um Beute zu reißen. Ihren Kiefer können sie dabei nur auf und ab bewegen. Pflanzenfresser weisen hingegen flache, stumpfe Zähne auf. Einzig die Eckzähne sind etwas spitzer um bspw. ein Stück eines Apfels abzubeißen. Der Kiefer bewegt sich in einer mahlenden Bewegung, um die Nahrung möglichst klein zu bekommen. Betrachten wir unser Gebiss, so müssen wir uns eindeutig zu den Pflanzenfressern gesellen. 

Speichel

Auch im Speichel findet man Anzeichen dafür, zu welcher Ernährungsweise ein Körper zählt. Fleischfresser haben einen sauren Speichel, welcher beim zersetzen von tierischen Eiweißen nötig ist. Der Speichel von Pflanzenfressern ist basisch und verfügt über das Enzym Ptyalin. Dieses wird benötigt um Kohlenhydrate zu spalten. Der Mensch hat einen solchen basischen Speichel. 

Magen

Die Magenwand von Fleischfressern ist ehr glatt, damit sich keine Reste darin festsetzen. Er produziert wesentlich mehr Säure als Pflanzenfresser, um das Fleisch möglichst schnell zu zersetzen. Der Magen von uns ist dagegen länglich und kompliziert strukturiert. Wenn Menschen Fleisch essen, werden die nicht so gut verdaulichen Reste abgelagert. Da der Mensch durch Poren schwitzt um seine Körpertemperatur zu regeln und nicht hechelt, kommt es bei Fleischkonsum, zu einer Arterienverstopfung (Arteriosklerose) welche eine häufige Todesursache ist. 

Darm

Der Darm von Fleischfressern ist wesentlich kürzer (etwa 3-mal so lang wie ihr Körper), als der von Pflanzenfressern, was auch Sinn macht. Wenn ein Körper stirbt, fängt er automatisch an zu Verwesen. Damit das gegessene Fleisch nicht im Körper verwest und zu einer Vergiftung führt, muss es also schnell wieder ausgeschieden werden. Menschen sind dafür nicht gemacht, da unser Darm ungefähr 12-mal so lang ist wie wir. Da pflanzliche Nahrung sehr nährstoffreich ist, macht es auch Sinn, dass wir einen längeren Darm haben, um alle Nährstoffe aufnehmen zu können.

Leber

Interessant ist auch ein Blick auf die Leber. Tierische Nahrung enthält viel Harnsäure. Die Fleischfresser sind in der Lage, über die Leber die 10 - 15 fache Menge an Harnsäure auszuscheiden. Zudem verfügen sie über das Enzym Uricase, um die Harnsäure abzubauen. Dem Menschen ist das allerdings nicht möglich. Fleischkonsum (Purinreiche Nahrung) führt zu einem erhöhten Harnsäurespiegel welcher einer der Hauptgründe für Gicht ist.

Fazit

Das waren die grundlegenden Fakten zu Fleisch- und Pflanzenfressern. Rein anatomisch ist der Mensch also ein eindeutiger Pflanzenfresser. Auch die Bezeichnung Allesfresser ist hier nicht angebracht, da deren Anatomie logischerweise ähnlich ist, wie die eines Fleischfressers.

Jeder kann es ja selbst mal ausprobieren und 1 Monat lang vegan leben. Danach kann man dann entscheiden, womit man sich körperlich und seelisch besser fühlt. Wir leben ja auch zum Glück nicht mehr in der Steinzeit, wo es überlebenswichtig war, in nahrungsarmen Zeiten, auf Fleisch zurückzugreifen. 


Tiere im menschlichen Magen
Lass deinen Magen, kein Friedhof für Tiere sein.





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