Faszien - Das Bindegewebe und wie es funktioniert


Hallo Ihr Lieben,

heute widmen wir uns mal den Faszien. Faszien - auch Bindegewebe genannt -  gehören zu einem sehr wichtigen Bestandteil unseres Körpers, denn sie halten alles zusammen. Besonders wenn man einen straffen und leistungsfähigen Körper möchte, sollte man den Faszien viel Beachtung schenken. 


Aufgabe der Faszien

Faszien umhüllen sämtliche Muskeln und Organe in unserem Körper und verbinden sie miteinander. Sie geben uns Form und halten beweglich. Umso elastischer und gleitfähiger die Faszien sind, desto mehr Kraft und Beweglichkeit hat der Körper. Meist sind die Faszien verkürzt und verhärtet. Das kann z.B. durch Bewegungsmangel verursacht werden. Aber auch übermäßiger Stress, Operationen und einseitiges Training und Ernährung haben zur Folge, dass die Faszien an Geschmeidigkeit verlieren. Sie werden dann im Körper "umgebaut" und die dehnbaren Elastinteile werden durch das zähe und kaum dehnbare Kollagen ersetzt. 


rechts: elastische Faszien / links: verklebte Faszien
Bildquelle: keller-sports.at

Die Folgen verklebter Faszien sind Rücken-, Nacken-, und Gelenkschmerzen, sowie ein schwaches Bindegewebe und damit auch häufig Cellulite. Oft leiden Menschen unter starken Schmerzen ohne, das sich eine Ursache dafür finden lässt. Nach neustem Erkenntnissen, könnten die Faszien da eine zentrale Rolle spielen. Zudem sollen elastische Faszien Sportverletzungen vorbeugen können. Wer gerne mehr darüber erfahren möchte, dem kann ich das Buch von Robert Schleip empfehlen. Er ist Experte auf diesem Gebiet und ich finde, dass er das Thema gut erklärt.
Faszien Fitness Buch von Robert Schleip*

Faszien trainieren

Das Training der Faszien ist momentan in aller Munde. Viele schwören dabei auf sogenannte Faszienrollen. Dabei handelt es sich um eine ca. 30 cm lange Schaumstoffrolle. Ich wollte das natürlich auch mal ausprobieren und habe mir vor einiger Zeit eine Blackroll* gekauft. Die Rollen gibt es in unterschiedlichen Härtegraden oder mit zusätzlichen Rillen, für einen stärkeren Massageeffekt. Ich habe mich gleich zu Beginn für die stärkste Variante entschieden (soll man eigentlich nicht tun). Wer aber sehr empfindlich ist und schnell zu blauen Flecken neigt, sollte unbedingt mit einer weichen Rolle anfangen. Denn eines wird wohl jeder bezeugen können: Das Training tut anfangs weh! Vor allem an stark verklebten Stellen. Mittlerweile empfinde ich das Training mit der Blackroll aber als sehr angenehm. Richtig angewendet, löst es effektiv Verspannungen. Wenn ich Rückenschmerzen habe, dann ist es für mich ein echter Segen, diese einfach wegzurollen :-) Und obwohl ich das Training noch nicht soo lange mache, habe ich das Gefühl, dass Po und Beine auch straffer geworden sind. Beim Sport habe ich auch kaum noch Muskelkater. 

Training mit einer Blackroll
30 cm lange Blackroll Faszienrolle
Faszientraining mit einer Blackroll
Was Cellulite angeht, ist es natürlich kein Wundermittel, da dabei auch Ernährung, Sport und genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielen. Allerdings kann ein gestärktes Bindegewebe, das Erscheinungsbild von Cellulite reduzieren. In jedem Fall ist es besser als teure Cremes.

Es muss aber nicht unbedingt so eine Rolle sein. Wer einen gezielten Massageeffekt möchte, der kann das an kleineren Stellen auch mit Hilfe eines Tennisballs machen. 

Das Faszientraining kann man sowohl vor, als auch nach dem eigentlichen Sport machen oder zur Entspannung für zwischendurch.

Auf Youtube bin ich auf den Channel von Anne´s BodyKiss aufmerksam geworden. Sie hat sehr gute Tipps und verschiedene Trainingsvideos. Ihr Video für das Faszientraining ist verständlich erklärt und macht auch Spaß :-)





Ich wünsche euch nun viel Spaß beim ausrollen ;-)

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